Mindestens 50 Zivilisten bei Angriff auf Dorf in Mali getötet

Bei einem bewaffneten Überfall auf ein Dorf im Zentrum Malis sind nach übereinstimmenden Angaben aus mehreren Quellen am Samstag mindestens 50 Zivilisten getötet worden. Der Angriff habe sich gegen ein Dorf der Volksgruppe der Fulbe gerichtet und sei von Jägern der Volksgruppe der Dogon verübt worden, hieß es aus Militärkreisen. Der Bürgermeister eines benachbarten Dorfes sprach von einem „Massaker an Zivilisten“, für das Angehörige der Dogon-Volksgruppe verantwortlich seien.

In den vergangenen Jahren haben sich die ethnischen Konflikte zwischen den Fulbe, die der Viehzucht nachgehen, und den Dogon, die Landwirtschaft betreiben, verschärft. Dies wird mit dem Erscheinen von Dschihadisten in der Region in Verbindung gebracht.

Das westafrikanische Mali ist seit 2012 Aufmarschgebiet für islamistische Gruppierungen, die damals die Kontrolle über den Norden des Landes übernahmen. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff 2013 militärisch ein und drängte die Islamisten zurück.

Trotz der Präsenz Tausender internationaler Soldaten herrscht weiter Instabilität. In Mali ist auch die Bundeswehr im Einsatz; sie beteiligt sich unter anderem an der UN-Mission Minusma im Norden des Landes.

Источник: Corruptioner.life

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